Buchpräsentation mit Julian Heißler: „Amerikas Oligarchen. Geld, Macht und der Zerfall der Demokratie – Wie Elon Musk, Jeff Bezos und das Großkapital die Spaltung der USA befördern“
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Wie viel politischer Einfluss lässt sich mit privatem Vermögen erwerben, bevor demokratische Verfahren Schaden nehmen? Diese Frage stellt sich mit neuer Schärfe, seit bei der Amtseinführung von Donald Trump im Januar 2025 die Eigentümer großer Technologiekonzerne in der zweiten Reihe des Kapitols saßen, noch vor den künftigen Ministerinnen und Ministern. Julian Heißler, langjähriger Washington-Korrespondent der WirtschaftsWoche, nimmt diese Konstellation zum Ausgangspunkt seines Buches über Reichtum und Macht in den Vereinigten Staaten.
Eine Entgleisung der jüngsten Zeit sei das nicht, so der Autor, sondern ein Muster mit langer Vorgeschichte. Er verweist auf die großen Industrievermögen des 19. Jahrhunderts, auf das Urteil Citizens United, das 2010 Unternehmensspenden im Wahlkampf weitgehend freigab, und auf die heutigen Netzwerke zwischen Konzernen und politischen Kampagnen. Seit Trumps Rückkehr ins Amt habe sich, so seine Einschätzung, das Gewicht einzelner Milliardäre noch erhöht.
Der Vortrag und das anschließende Gespräch richten den Blick auf die Werkzeuge dieses Einflusses und auf die Frage, wann aus wirtschaftlicher Stärke politische Verfügungsgewalt wird. Welche Rolle spielen soziale Plattformen, deren Eigentümer zugleich Ämter und Aufträge der Regierung suchen? Was bedeutet es für die öffentliche Debatte, wenn dieselben Personen über Vermögen, Reichweite und Zugang zur Macht verfügen? Heißler benennt auch die Gegenkräfte und die Grenzen früherer Reformversuche.
Aus eigener Anschauung kennt der Autor die Schauplätze seiner Analyse. Sein Vortrag verbindet einzelne Ereignisse mit der langen Linie der Geschichte und ordnet die Rolle der Superreichen in einen größeren Zusammenhang ein. Wer teilnimmt, gewinnt Kriterien, um die aktuellen Entwicklungen jenseits der Tagesmeldungen einzuordnen.
Über den Autor:
Julian Heißler, Jahrgang 1983, berichtete 2017 bis 2025 vor allem für die WirtschaftsWoche aus Washington, D. C. Davor war er bundespolitischer Korrespondent für unterschiedliche Medien wie SWR und Tagesschau.de. Heute arbeitet er als International Correspondent der WirtschaftsWoche in Berlin.
Moderation: Nikolaos Georgakis (VHS Essen)
| Kursnr. | 262.1A004N |
| Beginn | Di., 29.09.2026, 18:30 - 20:00 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | VHS, Raum U.01 (Großer Saal) |
| Entgelt | 0,00 € |
| Kursleitung |
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| Fragen zu Anmeldung, Ermäßigung, Auskünfte zu freien Kursplätzen |
Annette Volmer +49 201 88 43102 annette.volmer@vhs.essen.de |
| Inhaltliche Beratung | Nikolaos Georgakis +49 201 88 43215 nikolaos.georgakis@vhs.essen.de |
VHS, Raum U.01 (Großer Saal)
Burgplatz 145127 Essen