Vortrag: Klima, Kosten, Klage – wer schadet, der haftet. Das Beispiel Pakistan
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Das Verursacherprinzip gehört zu den ältesten Regeln des Zivilrechts: Wer Schaden anrichtet, haftet dafür. Auf die Klimakrise angewandt wirft es eine ungewohnte Frage auf. Sollen Industriekonzerne, deren Geschäftsmodell maßgeblich zur Erderwärmung beigetragen hat, für deren Folgen einstehen? Der Vortrag verhandelt diese Frage am Beispiel Pakistans.
39 Bäuerinnen und Bauern aus dem Land haben sie in eine Klage übersetzt. Sie ziehen RWE und Heidelberg Materials vor deutsche Gerichte. Anlass sind die katastrophalen Überschwemmungen, die im Sommer 2022 ein Drittel Pakistans unter Wasser setzten. Über 1700 Tote, 33 Millionen Obdachlose, zerstörte Felder und ruinierte Existenzen. Wissenschaftliche Studien führen die Wucht der Niederschläge auf die globale Erwärmung zurück. Begleitet wird die Klage von medico international und dem European Center for Constitutional and Human Rights. Beide verstehen den Prozess als Beitrag zur Klimagerechtigkeit, einem zunehmend einflussreichen Konzept im internationalen Recht. Ähnliche Verfahren sind in den vergangenen Jahren in mehreren europäischen Ländern angestrengt worden, mit unterschiedlichem Ausgang.
Den Fall stellt Karin Zennig vor. Sie arbeitet in der Öffentlichkeitsabteilung von medico international Frankfurt und ist dort für die Region Südasien und das Thema Klimagerechtigkeit zuständig. Ihr Vortrag entwickelt die größeren Fragen nach Verantwortung und Haftung am pakistanischen Fall: durch juristische Argumentation, Berichte von den Klagenden und Einschätzungen zur politischen Dimension des Verfahrens. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit medico international, Attac Essen, den Mahnwachen Essen und Extinction Rebellion.
| Kursnr. | 262.1A057N |
| Beginn | Do., 17.09.2026, 18:00 - 19:30 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | VHS, Raum E.11 (Kleiner Saal) |
| Entgelt | 0,00 € |
| Kursleitung |
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| Fragen zu Anmeldung, Ermäßigung, Auskünfte zu freien Kursplätzen |
Annette Volmer +49 201 88 43102 annette.volmer@vhs.essen.de |
| Inhaltliche Beratung | Nikolaos Georgakis +49 201 88 43215 nikolaos.georgakis@vhs.essen.de |
VHS, Raum E.11 (Kleiner Saal)
Burgplatz 145127 Essen