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Vortrag: Demokratie geht nur gerecht – oder gar nicht. Wie wir den Abstieg ins Autoritäre stoppen können

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Demokratie und soziale Gerechtigkeit gehören für den Soziologen Klaus Dörre zusammen. In seinem Vortrag entwickelt der Jenaer Forscher eine politische Diagnose, die diese Verbindung ins Zentrum rückt. Professor Dörres Ausgangsthese: Der Aufstieg rechtsextremer Kräfte sei zwar nicht mehr ungebrochen, gleichwohl biete die Lage in vielen Demokratien Anlass zur Sorge. Aus seiner Sicht reicht es nicht, den Erfolg radikaler Rechter an Wahlergebnissen abzulesen. Entscheidend seien vielmehr die schleichende Übernahme rechtspopulistischer Positionen in das alltägliche Regierungshandeln, so Dörre. Diese These verbindet ökonomische und politische Perspektiven, die in der öffentlichen Debatte häufig getrennt verhandelt werden.

Konkret nennt der Referent mehrere Felder, in denen sich diese Verschiebung nach seiner Beobachtung niederschlägt. Zu beobachten sei eine zunehmend restriktive Politik im Umgang mit Migration und Flucht. Sozialstaatliche Sicherungssysteme stünden unter Druck, ebenso Gleichstellungspolitik und Geschlechtergerechtigkeit. Zivilgesellschaftliches Engagement gerate aus Dörres Sicht in den Verdacht, politisch zu sein, während staatliche Gewaltmittel kontinuierlich ausgebaut würden. Wie tief diese Verschiebung in das demokratische Gefüge hineinreicht, gehört zu den Fragen, die der Vortrag aufwirft.

Klaus Dörre formuliert daraus eine Leitfrage: Wie lässt sich der Abstieg ins Autoritäre aufhalten? Wie können gesellschaftliche Spaltungen überwunden, der Einsatz für Menschen- und Bürgerrechte gestärkt werden? Klaus Dörre lehrte bis 2025 Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und widmet sich seitdem der Nachhaltigkeitsforschung an der Universität Kassel. Er ist eine prägende Stimme in der deutschsprachigen Debatte über Arbeit, Demokratie und Rechtspopulismus. Seine Forschung verbindet empirische Soziologie mit politischer Diagnose. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die das Thema aus politischem oder beruflichem Interesse verfolgen. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch.

In Kooperation mit Attac Essen und dem Bündnis „Essen stellt sich quer“.

Hinweis:
Die VHS Essen behält sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verweigern oder sie von dieser auszuschließen.


Kursnr. 262.1A059N
Beginn Di., 17.11.2026, 19:00 - 20:30 Uhr
Dauer 1 Termin
Kursort VHS, Raum U.01 (Großer Saal)
Entgelt 0,00 €
Mitzubringen / Materialien Die VHS Essen behält sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verweigern oder sie von dieser auszuschließen.
Kursleitung
Klaus Dörre
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  +49 201 88 43102
  annette.volmer@vhs.essen.de
Inhaltliche Beratung Nikolaos Georgakis
  +49 201 88 43215
  nikolaos.georgakis@vhs.essen.de
Datum
Uhrzeit
Ort
Datum
17.11.2026
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Burgplatz 1, VHS, Raum U.01 (Großer Saal)

VHS, Raum U.01 (Großer Saal)

Burgplatz 1
45127 Essen
Klaus Dörre
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