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Vortrag: Politische Emotionen – Das Denken der Philosophin Martha C. Nussbaum

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Wie lässt sich eine Gesellschaft zusammenhalten, deren Mitglieder sich ohnmächtig und voneinander entfremdet fühlen, ohne gemeinsame Erzählungen? Die Globalisierung hat in Teilen der Welt Wohlstand geschaffen, bei vielen Menschen aber auch das Gefühl hinterlassen, politisch kaum noch wirksam zu sein. Aus dieser Ohnmacht wachsen Ressentiments, Schuldzuweisungen, ein Rückzug ins Private. Marit Rullmann stellt die amerikanische Philosophin Martha C. Nussbaum vor, die sich diesem Spannungsfeld gewidmet und eine These formuliert hat, die provoziert: Demokratien benötigen Liebe.

Nussbaum, die 2027 ihren achtzigsten Geburtstag feiert, ist Professorin für Law and Ethics an der Universität Chicago. Sie beriet die Vereinten Nationen und die UNESCO und entwickelte mit dem Capabilities Approach eine auf menschlichen Grundfähigkeiten basierende Ethik globaler Gerechtigkeit. Bildungsreform und Diskriminierung gehören ebenso zu ihren Themenfeldern wie die Rolle der Künste im politischen Denken. Ihre Stellungnahmen fallen regelmäßig provokant aus, bleiben dabei argumentativ dicht und empirisch fundiert. In ihrem 2014 erschienenen Werk „Politische Emotionen“ richtet sie den Blick auf das, was liberale Gesellschaften häufig vernachlässigen: die emotionale Dimension des Politischen.

Der von Nussbaum entwickelte Liebesbegriff beschreibt eine aktive Hinwendung zum Gemeinwesen, getragen von Empathie und Gerechtigkeitssinn. Ohne solche Bindungen bleiben Institutionen fragil und Gesetze abstrakt. Der Vortrag stellt Nussbaums Argumentation vor und fragt nach ihrer Tragfähigkeit für die politische Gegenwart.

Der Vortrag an diesem Abend stellt Martha C. Nussbaums Argumentation vor und fragt nach ihrer Tragfähigkeit für die politische Gegenwart. Wie viel Emotion verträgt die politische Vernunft? Wo beginnt die Gefahr, dass Gefühle instrumentalisiert werden?

Marit Rullmann hat Philosophie an der RUB Bochum studiert. Die Sachbuchautorin gilt als Mitinitiatorin der Philosophischen Cafés in Deutschland und leitete bisher Hunderte davon. Seit mehr als drei Jahrzehnten wirkt sie als Dozentin in der Erwachsenenbildung.


Kursnr. 262.1C012N
Beginn Di., 26.01.2027, 18:00 - 19:30 Uhr
Dauer 1 Termin
Kursort VHS, Raum U.01 (Großer Saal)
Entgelt 0,00 €
Kursleitung
Marit Rullmann
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Fragen zu Anmeldung, Ermäßigung,
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Inhaltliche Beratung Nikolaos Georgakis
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  nikolaos.georgakis@vhs.essen.de
Nahaufnahme einer älteren Frau mit schulterlangem, weißblondem Haar. Sie lächelt zurückhaltend, der Blick geht leicht zur Seite. Helle Haut, markante Wangenknochen. Sie trägt rechteckige Ohrhänger mit dunkelgrünen Steinen in silberner Fassung. Hintergrund unscharf, hellblau-weiß.
Martha Nussbaum, Rechtsphilosophin und eine der einflussreichsten Denkerinnen der Gegenwart. Foto: privat
Marit Rullmann, Foto: Werner Schlegel
Marit Rullmann, Foto: Werner Schlegel
Datum
Uhrzeit
Ort
Datum
26.01.2027
Uhrzeit
18:00 - 19:30 Uhr
Ort
Burgplatz 1, VHS, Raum U.01 (Großer Saal)

VHS, Raum U.01 (Großer Saal)

Burgplatz 1
45127 Essen
Marit Rullmann
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